Agentenkrams

Schon komisch, wie sehr ich doch ein kleiner Junge bleibe.
Da lese ich einen erstklassigen Roman in dem es um Geheimeinsätze, Agenten und so etwas geht und schon möchte ich glatt dabei sein.
Setze ich mich dann auch noch direkt nach der Lektüre an mein MacBook, so komme ich mir sofort wie ein Hacker oder so etwas vor. (das Problem/Glück ist, dass ich dazu zu wenig Ahnung und kriminelle Energie habe)

Irgendwie albern, ich weiß, aber für den einen oder anderen vielleicht verständlich. ;)

Bücher im Krankenhaus

Für mich gehört das Lesen zu einem Krankenhausbesuch dazu, wie das Salz in den Nudelkochtopf.
So habe ich auch dieses Mal so einiges gelesen (nicht wundern, es ist für die Zeit des Aufenthalts wenig, aber ich hatte, glücklicherweise, sehr viel Besuch):

  • die Bibel: klingt vielleicht komisch, aber so viel in den letzten Tagen habe ich schon lange nicht mehr in der Bibel gelesen
  • Die Jungen Wilden (David Schäfer): ein sehr interessantes Buch über junge Gemeinden in Deutschland, die etwas unkonventioneller arbeiten, als das die “Standart”-Gemeinden tun.
  • New Monasticism (Jonathan Wilson-Hartgrove): das Buch habe ich auf Empfehlung eines Bloggers gekauft, ich weiß nur leider nicht mehr wer es war… Auf jeden Fall beschreibt Wilson-Hartgrove sehr schön, was “New Monasticism” überhaupt ist und woher es kommt. Ein anderer Vertreter dieser “Bewegung” hat auch ein sehr geiles Buch geschrieben: Ich muss verrückt sein, so zu leben (Shane Claiborne)
  • Gnadenlos (Tom Clancy): habe mich entschieden in meiner Freizeit die sagenhafte “Jack Ryan”-Serie von Clancy noch einmal zu lesen (dieses Mal in chronologischer Reihenfolge).

Nachtrag: Coppy hat recht, “New Monasticism” habe ich bei Peter Aschoff gesehen.

Wieder da!

Zwar ist mein Gesicht noch ein bisschen geschwollen, aber ich habe es doch relativ gut überstanden.

Danke für alle Gebete und alles besuchen! Der Arzt war sehr verblüfft über die schnelle Genesung! :)

Team-Geist!?

Ich habe gerade eben White Squall zu Ende geschaut.
Der Film handelt von Menschen, die gemeinsam ein Jahr auf einem Segelschulschiff verbringen, bis es sinkt und es hinterher zu einer Gerichtsverhandlung wegen der Suche nach dem Schuldigen kommt.
Auf dem Schiff waren (bis auf Kapitän, Koch, Deutschlehrer und Ärztin) nur Jugendliche, die am Anfang alle ihr Ding machen, aber mit der Zeit feststellen dass sie als Team stärker sind. Genau dieses Team brauchen sie dann auch, als es zum Sturm auf See und im Gerichtssaal kommt.

Irgendwie ist dieser Teamgeist genau das, was ich unter uns Christen häufig vermisse.
Wir können nett zu einander sein, für einander beten, uns um andere Menschen kümmern, aber doch bleiben wir so oft in der Meckerhaltung stehen. Wir ziehen über andere her, was die alles tun, was unserer Meinung nach nicht “christlich” ist. Wir versuchen uns gegenseitig auszuschalten, wenn es um Macht geht. Viel zu oft verhalten wir uns genau so wie die Menschen um uns herum und hängen uns an Fragen der Sexualität oder des Geldes auf, damit wir nicht darüber nachdenken müssen, wie es ansonsten um uns bestellt ist.

Vielleicht bräuchten wir auch so ein Trainingslager wie die Albatros (das Schiff des Filmes) um zu merken, dass wir uns gegenseitig brauchen.
Gemeinsam wären wir viel stärker und wenn wir es schaffen könnten auch mit Menschen zu arbeiten, die Fehler haben (wir sind ja eigentlich auch nicht besser), könnten wir deutlich mehr bewegen und einige Menschenleben in den Stürmen der Welt retten.

Wordpress-Update und FTP-Probleme

Hab jetzt endlich das Blog auf den aktuellsten Stand gebracht. Es war eine deutlich schwierigere Geburt als sonst.
Als FTP-Programm war mir von allen Seiten Cyberduck empfohlen worden. Nachdem es aber für 0,1 MB Upload ca. 10 Minuten gebraucht hat, wurde es mir irgendwann zu viel und ich probierte FireFTP aus. Das schaffte schon überhaupt keine Verbindung zu meinem Server.
Langsam begann ich an meinem Server zu zweifeln, bis ich auf Transmit gestoßen bin. Leider kostet es 30USD, aber die Demo wollte ich mir trotzdem einmal anschauen.
Der Upload des gesamten Wordpress-Verzeichnisses dauerte keine 3 Minuten…

Ich weiß nicht, woran es lag, aber Cyberduck scheint für mich leider nicht zu funktionieren…

Wer sind meine Freunde?

Ein Zitat, das mich die Tage nachdenklich gestimmt hat:

(…) my friends don’t seem to be friends at all but people whose numbers I haven’t lost.

Urlaub

Heute ist er vorbei, mein Urlaub. Jetzt an seinem Ende kann ich sagen, dass es sehr schön war, vor allem die zwei Tage bei meinen Eltern und die letzten vier Tage, an denen ich auch wirklich Urlaub hatte. Wenn man als Tabor-Student in Tabor bleibt, hat man leider nicht sehr viel von seinem Urlaub (wenn man nur ein einziges Mal ausschlafen will, wird man wegen irgendwelchen Fragen geweckt, …).

Ich werde in Zukunft versuchen meinen Urlaub immer irgendwo außerhalb zu verbringen, weitab von den Pflichten des Alltags, mit viel Zeit zum Ausruhen und für ein gut dosiertes Maß an Unternehmungen, Zeit für Bücher und mit der Frau meines Herzens und für allem für Gott.

Irgendwie vermisse ich diese Zeit jetzt schon, aber vielleicht kann ich etwas dieser Zeit in die Feierabende des restlichen Praktikums hineintragen.

Achso und nachdem ich jetzt mit dem ersten “Durchgang” von “Ich hörte auf die Stille” (Henri J.M. Nouwen) durch bin, habe ich heute auf der Zugfahrt zwischen Koffern und Taschen anderer Leute “High Fidelity” (Nick Hornby) angefangen und muss sagen, dass es sehr entspannend ist, etwas “seichtere” Literatur zu lesen, bei der ich nicht auf jeder zweiten Seite über mein eigenes Leben philosophieren muss…

Also denn, auf ruhige Arbeitstage in denen ich nicht vergesse, wie wichtig Ruhe ist und wie viel man davon hat, wenn man viel Zeit mit seinem Dad im Himmel verbringt!

Kiefer-OP

Nach (fast) zweijähriger Wartezeit auf die OP kamen mir die zwei Stunden Wartezeit in der Zahnklinik trotzdem wie eine Ewigkeit vor.
Aber, das Warten hat sich gelohnt.
Nach ganz viel Linealrumgestecke in meinem Mund und Rumgewerkel mit Wachs, Kleber, Antihaftcreme und sonstigen Kunststoffen, weiß ich nun endlich wann ich operiert werde! (zumindest die Woche)

In drei Wochen geht es also los und meine Kiefer werden mir gebrochen…
Danach heißt es 7-10 Tage Krankenhaus mit Magensonde und danach nochmal 3-5 Wochen Brei löffeln und nicht anstrengen.

Hinterher, so versicherte mir heute der Oberarzt, würde mein Gesicht auch viel schöner aussehen…
Ich wusste nicht so ganz, wie ich diese Aussage zu interpretieren hatte, aber ist auch egal, Hauptsache ich kann endlich auch ein Brot abbeißen, das mit Räucherschinken belegt ist!

Nachtrag: Eben kam ein Anruf: die OP ist nach vorne verschoben worden => nur noch eine Woche Countdown…