Gestern habe ich mir den Film “Nicht auflegen!” angeschaut. Er hat mich ziemilch zum Nachdenken gebracht.
Nicht nur, dass Colin Farrell einfach genial gespielt hat und ich mich die ganze Zeit fragen durfte, wo Kiefer Sutherland auftauchen wird, weil ich seine englische Stimme nicht kenne. Nicht nur, dass der Film in 10 Tagen gedreht wurde und das einfach eine geniale Leistung ist und dass er auch noch spannend ist.
Nein, der Film hat mich irgendwie auf andere Art und Weise angesprochen.
Stu (Colin Farrell) wird dazu gebracht, alles zu “beichten”, was er so verbockt hat. Alles, was schief läuft in seinem Leben und was er eigentlich nicht tun sollte.
Ich habe mir dann so überlegt, dass es manchmal ganz gut wäre, wenn man so einen Scharfschützen im Genick hätte, der droht einen in jedem Augenblick zu erschießen, wenn man nicht mit der ganzen Wahrheit rausrückt. So kam ich irgendwie ins grübeln und konnte nicht einschlafen. Es hat mich einfach so mitgenommen, dass es auch in meinem anscheinend so tollen, vorbildlichen und christlichen Leben so viele Dinge gibt, die absolut nicht so laufen, wie sie sollen. Dass ich sehr oft Dinge tue, die absolut falsch sind.
Noch bin ich zu feige, sie offen zuzugeben, aber es ist eine Menge und es betrifft auch einen Haufen von Leuten. Sehr oft Menschen, die mir total wichtig sind und die ich total gern habe.
Jaja, manchmal wäre so ein Kiefer Sutherland im Genick gar nicht so schlecht. Jetzt muss ich halt ohne ihn das Ganze durchstehen…