
Ich hätte meine Reise nicht so stark mit dem Reformationstag vergleichen sollen.
So wie damals die Bauern anfingen zu rebellieren, weil sie die Sache mit den neuen Wegen nicht richtig verstanden hatten und somit total ungeplante Ereignisse hervorriefen, rebellierte am Freitag mein Magen, weil er nicht verstand, dass ein Flug total ungefährlich ist und rief seinerseits ungeplante Ereignisse hervor:
Im Gegensatz zu allen Menschen mit denen ich vor und nach dem Flug geredet habe, haben mir weder Start noch Landung irgend etwas ausgemacht. Mein Problem lag in der kompletten Zeit dazwischen.
Meine Übelkeit wiederum hatte zur Folge, dass Bine und ich nach einigen U-Bahn-Stationen aussteigen mussten, damit ich nicht den Boden vollkotze.
Der kleine Spaziergang an der frischen Luft war zwar ein kleines bisschen heilsam für meinen geplagten Magen (und mittlerweile auch Kopf), wurde uns aber auch zu einem großen Verhängnis.
In London fahren die U-Bahnen eben nicht die ganze Nacht und so standen wir mitten in London und wussten, dass sogar eine U-Bahn von dieser Station bis dorthin, wo wir wollten, eine Stunde benötigt…
So begann also unsere Odysee durch London.
Zwischen den ganzen Halloween-Begeisterten (Leichen, Zombies, Ghostbusters, Vampire, …) suchten wir uns also unseren Weg von Bus zu Bus und kamen nach häufigem Umsteigen, Nachfragen, Verzweifelt-sein und Beten um 0400 endlich dort an, wo wir hin wollten.
Ansich wäre das (bis auf meine Gesundheit) nicht weiter schlimm gewesen, wären wir am nächsten Morgen nicht um 0800 mit Freunden von Bine zum Frühstück verabredet gewesen.
Ab dem besagten Frühstück ging es allerdings bergauf und wir hatten zwei wunderschöne Tage.
Am Samstag waren wir in Cambridge und haben uns diese schöne Stadt mit all den coolen Universitäten angeschaut und abends noch mit Bines Gastfamilie Schokofondue gegessen.
Am Sonntag waren wir erst zusammen in der Kirche (ein cooler Gottesdienst) und dann noch in London. Leider gabs keine Fish&Chips, weil diese Läden sonntags zu haben, aber das Essen bei UltimateBurger war mindestens genau so gut!.
Außerdem, und das war die Krönung des Tages, waren wir im Apple-Store in der Regent-Street und ich habe mal an den neuen MacBooks rumgespielt, sehr geil!
Jetzt sitze ich im Zug, der mich zurück nach Marburg bringt (Ankunft 0050) und habe (dank Tabletten aus Camebridge) den Rückflug ohne (also Vergleichsweise) Übelkeit überstanden!
Das wichtigste war aber, dass ich endlich meine Verlobte wieder gesehen habe und wir Zeit miteinander verbringen konnten!!!

da war die Welt noch in Ordnung…

Halloween-Begeisterte, denen wir “des basst scho” beigebracht haben

Punting in Cambridge

der linke Baum wurde zu Ehren von Newton gepflanzt

endlich war ich auch mal in einem Apple-Store

siehe hier
diesen Blogeintrag habe ich im Zug geschrieben und jetzt unkorrigiert übernommen