Gott vs. Welt

Wo ist die Grenze zwischen “das Leben genießen” und “die Welt mehr lieben als Gott”?
Auf diese Frage kamen wir heute Abend (unter anderem) und ich muss sagen, dass es irgendwie keine anständige Antwort darauf gibt.
Schon seit einigen Wochen beschäftige ich mich mit diesem Thema (Shane Claiborne ist Schuld!) und irgendwie komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass wir einfach zu bequem und feige sind, um es zu wagen, unseren Luxus und all das hinter uns zu lassen und uns nur noch an Gott zu halten.
Komischerweise kommen da immer Sätze wie “Gott kennt uns doch und weiß, dass wir das manchmal brauchen.” und “Wofür hat Gott uns dann die Weisheit gegeben solche Erfindungen zu machen?” (und diese Sätze kommen auch von mir).
Allerdings frage ich mich, ob wir diese ganzen Genussartikel wirklich brauchen, oder ob wir uns nur daran gewöhnt haben. In ärmeren Regionen können Menschen auch glücklich werden (und ich meine wirklich so richtig glücklich), ohne dass sie DSL, ein nagelneues Notebook, gute Klamotten, saugeiles Essen, … haben. Vielleicht sollten wir uns da mal ne Scheibe abschneiden und einfach den Sprung ins kalte Wasser wagen.
Hoffentlich gelingt mir das!


 
 
 

4 Kommentare zu “Gott vs. Welt”

  1. Holger
    14. Juni 2007 um 00:07

    Um hier nen Kontrapunkt zu setzen und eine Diskussion zu starten (das Thema liegt mir irgendwo auch am Herzen und auf der Seele), ein Wort vom guten alten weisen Salomo: “So geh hin und iss dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem Mut; denn dies dein Tun hat Gott schon längst gefallen. Lass deine Kleider immer weiß sein und lass deinem Haupte Salbe nicht mangeln. Genieße dein Leben mit deinem Weibe, das du liebhast, solange du das eitle Leben hast, das dir Gott unter der Sonne gegeben hat; denn das ist dein Teil am Leben und bei deiner Mühe, mit der du dich mühst unter der Sonne.” (Prediger 9,7-9)

  2. Benni
    14. Juni 2007 um 01:04

    Ich seh’ da jetzt keinen Widerspruch (oder Grund zur Diskussion :-P ) zwischen Salomo und “Tobi”. Wir können sowohl das Genießen, als auch das Verzichten übertreiben.

  3. Hendrik
    14. Juni 2007 um 22:54

    Ich gehe einen Schritt weiter: Wo ist denn der Unterschied zwischen Gott und der Welt?

  4. Tobi
    17. Juni 2007 um 21:38

    @Hendrik: Im Prinzip ist das christlicher Slang. Deine Nachfrage zeigt mir mal wieder, dass ich doch christlicher rede, als ich immer denke…
    Im Prinzip ist die “Welt” das was alle Leute machen und was jetzt im Prinzip nichts mit direkt mit Gott zu tun hat. Ist schwer, das so allgemein zu erklären merke ich gerade. Vielleicht kann dir da einer der anderen besser helfen, oder ich, wenn ich nen helleren Tag habe…

    @Holger: Mit Bibelworten um sich zu schlagen ist zwar toll, beantwortet meine Frage allerdings nicht wirklich.

    @Benni: Da spricht irgendwie einer, der gerne den Konsens sucht. ;) Nichts für ungut, aber ich denke, dass es so einfach nicht ist.

    Ich frage mich halt, wieso es uns so schwer fällt, das alles was wir haben loszulassen. Es gibt Leute in Slums, die glücklicher sind, als wir… Und wir denken, wir brauchen unsere ganzen Luxusgüter… Ganz steig ich noch nicht durch, aber ich bleib am Ball…

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