Monatsarchiv für März 2006

 
 

Alter Mann

Da ich ja morgen Abi schreibe, bin ich grad total im Eimer.
Mein Ruhepuls ist total hoch und ich bin total hibbelig, sowas ist echt grauenhaft.

Naja, da hat mir dann eine Freundin vorgeschlagen, ein bisschen Sport zu machen, um ds Adrenalin abzubauen (ob das stimmt, oder nicht, weiß ich nicht, hab schon lang kein Bio mehr, aber ich hab keinen Grund, ihr nicht zu glauben). Sie hat sowas wie Joggen, oder so vorgeschlagen, aber man ist ja ein richtiger MANN, also habe ich mich aufgemacht, einiges an Kraftstrotzenden Dingen zu tun. :D

Die Klimmzüge gingen problemlos, aber als ich dann die Liegestützen gemacht habe, musste ich vor Lachen abbrechen.
Wie alt bin ich eigentlich? :D
Bei jedem Auf- und Abbewegen knackte erstmal so gut wie alles, was mit meinen Armen zu tun hat! :D
Naja, jetzt muss ich mir was besorgen, dass ich mir in meine Gelenke schmieren kann, weil man mit 19 ja wohl noch nicht alt genug für Gelenkprobleme und Gelenkknacken ist, oder?
Schon irgendwie lächerlich, wenn man nur so durch die Gegend knackt, naja, irgend ne Macke muss man ja haben. :D

Toastsucht

Ich weiß auch nicht wieso, aber in letzter Zeit toaste ich fast jeden Morgen und Abend meine Brote. Egal ob richtige Toasts, oder einfach nur ein normales Brot, getoastet muss es sein! Dadurch wird alles schommal doppelt so lecker!
Ausprobiern!

Endspurt

Ich habe beschlossen, dass heute der Tag des Endspurts ist!

Es sind nur noch vier Tage bis zum Abi. Das heißt, dass ich jetzt beim Lernen den Endspurt eingeläutet habe!
Ich habe nicht mehr so viele Möglichkeiten, intensiv zu lernen und die werde ich nutzen. ;)

Aber noch in einer zweiten Hinsicht ist heute der Tag des Endspurts:
Heute Abend ist die letzte ProChrist-Veranstaltung! Also, wer noch bei keinem Abend war, sollte das schleunigst nachholen, es lohnt sich auf jeden Fall.
Man kann an ziemlich vielen Orten hingehen, nicht nur in Wetter. Es geht hier also nicht um “Mitgliederfang”, oder sowas, mir geht es einfach darum, dass ihr mal eine andere Art von Gottesdienst zu sehen bekommt und merkt, dass es nicht nur langweilige Pfarrer gibt.
Ulrich Parzany hat eine Art zu predigen, die zwar die Menge spaltet, aber mir gefällt dieser Stil total. Macht euch am besten selber ein Bild davon. ;)

So und nun werde ich versuchen, mich wieder in Richtung des deutschen Kaiserreichs am Anfang des 19. Jhd’s zu wenden.

Blogtiteländerung

Nein, das ist kein neuer Blog und ihr habt auch nicht die falsche Adresse eingegeben.
Ich habe nur gemerkt, dass mein Blogtitel ziemlich schlecht gewählt ist und versuche das jetzt mal zu erklären, bevor ich meinen neuen Titel erläutere.

“Ein Schwabe in Hessen” setzt ja erstmal voraus, dass ich ein Schwabe bin, was so nicht ganz korrekt ist. Zum ersten bin ich ein Halbhohenloher (also Halbfranke), womit ja nur noch 50% für den Schwaben übrig bleiben, und zweitens wurde ich hochdeutsch erzogen, was bedeutet, dass mein Dialekt, den hier in Hessen einige erkannt haben wollen, eigentlich nur eine Krüppelform des Schwäbischen ist, auch wenn ich, wenn ich will, schon etwas mehr schwäbisch reden kann. Ich bin also kein Schwabe in Hessen (auch wenn man mir öfters etwas anderes weismachen will), was den Titel schon einmal ziemlich überflüssig macht.
Aber, der Titel sagt noch etwas anderes aus. Er sagt, dass hier nicht meine Heimat ist, dass ich hier nur im “Exil” lebe. Das war auch sehr lange meine Einstellung. Die Sehnsucht wieder in das schöne Bayern zu ziehen, war sehr groß und ist sie eigentlich auch noch. Ich will nur immer mehr aktzeptieren, dass mich der Weg Gottes wohl oder übel über Hessen führt und eigentlich ist man überall da zu Hause, wo das Herz ist. Da mein Herz bei Gott ist, bin ich bei Gott zu Hause und Gott ist auch hier in Hessen. Ich will also versuchen, mich hier wohler zu fühlen und mich nicht andauernd nur gegen die Hessen zu wehren. Natürlich werde ich hin und wieder noch ein bisschen provozieren, aber diese Grundeinstellung eines “Exilanten” will ich ablegen.
Als ich diese zwei Punkte begriffen hatte, wusste ich, dass ich einen neuen Blogtitel brauche. Ich habe sehr lange überlegt und mir dann gedacht, dass er etwas mit Gottes Liebe zu tun haben sollte.
Auf Deutsch war es mir zu langweilig und auch in der englischen Sprache konnte ich irgendwie nicht gut ausdrücken, was ich meinte. Dann brachte mich Andy auf die Idee des Sindarin-Lexikons.
Dort habe ich dann ein bisschen rumgesucht und “rodon radant” gefunden. Das heißt soviel wie “Gott machte einen Weg”.
Durch Jesus wurde der Weg zu Gott für uns freigeräumt. Wir können also über Jesus zu Gott kommen (Gott hat einen Weg gemacht).
Ich denke, das ist eine deutlich schönere Aussage als “Wann darf ich endlich wieder umziehen?”. ;)

ProChrist

So, wie versprochen, jetzt also ein Eintrag zu ProChrist:

prochristDie ganze nächste Woche (von heute bis nächsten Sonntag) ist jeden Abend in der Stadthalle in Wetter um 19.30 Uhr eine Veranstaltung, die sich ProChrist nennt.
ProChrist findet eigentlich in München statt, wird aber per Sattelit in ganz Europa übertragen. Bei uns in Wetter sieht man dann die Hauptveranstaltung auf der Leinwand.
Davor ist noch ein kleines Vorprogramm, entweder, mit Musik, einem kleinen Sketch, Interviews, oder anderem.
Die Abende sind eigentlich alles so eine Art Gottesdienst, nur nicht so, wie man es von der Kirche kennt. Ulrich Parzany heißt der Prediger und der hats echt total drauf!
Und das Rahmenprogramm ist auch nicht zu verachten. Die haben in München sich da einiges einfallen lassen.
Ich kann nur aus Erfahrung sagen (ProChrist findet nicht zum ersten Mal statt), dass es total genial ist, auch für einen Nicht-Christen. Die Themen sind echt ansprechend und man wird nicht ne halbe Stunde von irgend einem langweiligen Prediger/Pfarrer/Priester zugelabert, sondern die Predigten sind kürzer und viel ansprechender!
Ich selber bin bei ProChrist 2003 zum Glauben gekommen!

Also, einfach mal an nem Abend vorbeischaun und sich selbst ein Bild davon machen.
Meistens hört das Ganze so gegen 21.00 Uhr auf, wobei es danach noch die Möglichkeit gibt, sich zu unterhalten (Knabbersachen und Getränke sind vorhanden und kostenlos).

Würd mich freun, wenn ihr mal vorbei schaut.

Ach ja, ich bin jeden Abend da. Ich sitz da hinten an dem Laptop. ;) (sieht man ja auch an meiner unverkennbaren Jacke :D )

Kopfschmerzen

Da steht man total motiviert auf “Yes, heute erstmal Zimmer aufräumen, Bett neu beziehen, das Treppenhaus kehren und dann: ABI-lernen!”, geht zum Frühstück, macht n bissl Lobpreis, erledigt die ersten drei Aufgaben und merkt dann:
Ich habe saumäßige Kopfschmerzen.
Notgedrungen versucht man trotzdem irgendetwas sinnvolles zu Physik auf die Beine zu stellen, aber es bringt einfach nichts.
Und dann, ja dann, kommt einem der rettende Gedanke: Paracetamol!
Davon dann zwei Tabletten (aber nur für so Schmerzmittelimmune wie mich) einwerfen und ne halbe Stunde später kanns losgehn!

So konnte ich heute trotz der Kopfschmerzen so richtig fürs Abi lernen (Physik und Mathe). Jetzt muss nur noch in den Klausuren das drankommen, was in meinem Schädel ist. :D
Diese Woche werde ich nämlich wegen ProChrist (davon morgen mehr), nicht all zu viel dazu kommen.
Naja, gut zu wissen, dass ich Gott als Rückhalt in den Prüfungen habe (sonst würd ich glaub die totale Panik bekommen)!

Gottvertrauen?

Wie ja manche wissen, spiele ich sehr intensiv mit dem Gedanken, ein Theologisches Seminar zu besuchen.
Da ich dieses Jahr mit der Schule fertig werde und keine Ausbildungsstelle gefunden habe, stellt sich natürlich auch die Frage, ob ich das schon dieses Jahr machen sollte.
Es kann sein, dass die Fristen schon durch sind, aber dabei geht es jetzt grad mal nicht.
Ich weiß, dass ich nächstes Jahr selber kein Geld haben werde und auch von meinen Eltern kein Geld bekommen werde.
Ist es dann Gottvertrauen, oder Dummheit, so eine Ausbildung anzutreten? Man verdient ja nichts.
Hab mich da grad mit ner Freundin drüber unterhalten und das hat mich echt aufgewühlt.
Ich hätte ja gern so ein starkes Vertrauen, aber irgendwie würde ich das nie schaffen…

Menschen sehen

Ich hab momentan echt mal wieder mit mir zu kämpfen.
Ich weiß nicht, ob ihr das Schubladensystem kennt. Man sieht einen Menschen und *zack*, bevor er etwas machen kann, landet er in der Schublade. Damit hat man schon die sich anbahnende Beziehung vorbestimmt, sowie das zukünftige Leben des anderen.
Meiner Meinung nach ist das das dümmste, was es gibt, aber es existiert nun einmal.
Ich selber bin so ein Schubladendenker und es ist grauenhaft. Man stuft Menschen nach Klischees und Vorurteilen ein, die man über sie hat. Sie können sich fsat nicht mehr aus der Schublade befreien und sind dort unweigerlich gefangen.
Das bringt einem meistens nur Ärger ein, den man aber gar nicht will.
Ich will ja auch kein Schubladensystem, in das ich Menschen stecke, aber es passiert automatisch, wenn ich mal kurz nicht aufpasse sozusagen.

Heute Abend dann waren wir in Bellnhausen und haben mit den ganzen Jugendkreisen aus der Region einen Kino-Abend veranstaltet (keine Angst, war ganz legal, also angemeldet, usw.). Der Film war “Schwer verliebt”.
Dabei wird behandelt, dass man bei einem Menschen auf die inneren Werte achten soll.
Das hat mich ziemlich aufgewühlt, weil ich bemerkt habe, dass ich selber viel zu oft total oberflächlich bin und zwar nicht nur auf Frauen bezogen (um was es ja im Film ging), sondern auch auf viele Jungs und Männer.
“Der Mensch sieht was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an.” (Samuel 16,7)
Genau das will ich mir immer wieder vergegenwärtigen. Ich sehe im ersten Moment immer nur die Oberfläche, ob die Person jetzt sympatisch ist, oder nicht, bekomme ich erst raus, wenn ich sie kennen lerne.
Damit sie diese Chance bekommt, darf sie aber in keiner Schublade sein…
Ein weiterer Teil der Baustelle “Tobi”. ;)