Nein, das ist kein neuer Blog und ihr habt auch nicht die falsche Adresse eingegeben.
Ich habe nur gemerkt, dass mein Blogtitel ziemlich schlecht gewählt ist und versuche das jetzt mal zu erklären, bevor ich meinen neuen Titel erläutere.
“Ein Schwabe in Hessen” setzt ja erstmal voraus, dass ich ein Schwabe bin, was so nicht ganz korrekt ist. Zum ersten bin ich ein Halbhohenloher (also Halbfranke), womit ja nur noch 50% für den Schwaben übrig bleiben, und zweitens wurde ich hochdeutsch erzogen, was bedeutet, dass mein Dialekt, den hier in Hessen einige erkannt haben wollen, eigentlich nur eine Krüppelform des Schwäbischen ist, auch wenn ich, wenn ich will, schon etwas mehr schwäbisch reden kann. Ich bin also kein Schwabe in Hessen (auch wenn man mir öfters etwas anderes weismachen will), was den Titel schon einmal ziemlich überflüssig macht.
Aber, der Titel sagt noch etwas anderes aus. Er sagt, dass hier nicht meine Heimat ist, dass ich hier nur im “Exil” lebe. Das war auch sehr lange meine Einstellung. Die Sehnsucht wieder in das schöne Bayern zu ziehen, war sehr groß und ist sie eigentlich auch noch. Ich will nur immer mehr aktzeptieren, dass mich der Weg Gottes wohl oder übel über Hessen führt und eigentlich ist man überall da zu Hause, wo das Herz ist. Da mein Herz bei Gott ist, bin ich bei Gott zu Hause und Gott ist auch hier in Hessen. Ich will also versuchen, mich hier wohler zu fühlen und mich nicht andauernd nur gegen die Hessen zu wehren. Natürlich werde ich hin und wieder noch ein bisschen provozieren, aber diese Grundeinstellung eines “Exilanten” will ich ablegen.
Als ich diese zwei Punkte begriffen hatte, wusste ich, dass ich einen neuen Blogtitel brauche. Ich habe sehr lange überlegt und mir dann gedacht, dass er etwas mit Gottes Liebe zu tun haben sollte.
Auf Deutsch war es mir zu langweilig und auch in der englischen Sprache konnte ich irgendwie nicht gut ausdrücken, was ich meinte. Dann brachte mich Andy auf die Idee des Sindarin-Lexikons.
Dort habe ich dann ein bisschen rumgesucht und “rodon radant” gefunden. Das heißt soviel wie “Gott machte einen Weg”.
Durch Jesus wurde der Weg zu Gott für uns freigeräumt. Wir können also über Jesus zu Gott kommen (Gott hat einen Weg gemacht).
Ich denke, das ist eine deutlich schönere Aussage als “Wann darf ich endlich wieder umziehen?”. 