Schlüsselband ist IN!
Da hab ich ja Gestern was erlebt!
Wurde ich doch glatt von nem Klassenkameraden angemacht, weil ich so ein absolut geniales ProChrist-Schlüsselband aus meiner Hose hängen habe. Von wegen und das sei schon lange out und sowas habe ja keiner und ich solle das gefälligst in die Hose stecken!
HALLO???
Wo simmer denn? Seit wann passe ich mich dem an, was andere Menschen weitläufig als “in” bezeichnen? Ich trage eine Karottenhose, einen Pullover, bei dem ich selber vergessen habe, wie lange ich ihn schon besitze, Scaterschuhe (oder wie diese fetten Prügel heißen) und dann will er mir erzählen, mein Schlüsselband sei out? Schon irgendwie strange.
Ich ziehe das an, was mir gefällt und dabei bleibt es! Noch nie habe ich mir etwas von einem anderen über meine Kleidung sagen lassen (”Sünde Tötet”-Pulli, …) also auch nicht jetzt!
Keine Angst, ich bin ihm nicht böse, dazu komme ich viel zu gut mit ihm klar, aber ich dachte, es muss doch mal gesagt sein, dass nicht alles gut ist, was in ist. Außerdem kam mal in einer Nickelodeon-Serie der Satz “Was in ist ist out und was out ist ist in”. Das habe ich zu meinem Kleidungsmotto gemacht.




8. Februar 2006 um 22:53
Man sagt nicht mehr “strange”, das ist doch out
10. Februar 2006 um 18:39
Genau und niedermachen is IN!!! scheint jedenfalls so zu sein :’(
10. Februar 2006 um 20:43
Daran will ich anknüpfen. Nidermachen ist IN. Dieses orangene Schlüsselband ist lame. Aber dann auch noch zu behaupten, “Ich trage was mir gefällt”, ist der Gipfel.
Das ist schlicht gelogen. Das nimmt ihnen keiner ab. Beim lesen des Eintrags gewinnt man wieder einmal wie so oft den Eindruck, dass dieser junge Herr sich einfach nur aus Gesellschaftsprotest so verhält wie er es eben tut. Und nicht weil er eine tiefere innere Überzeugung hat. Die ist allerhöchstens zweitrangig. Und das ist double lame…
10. Februar 2006 um 21:10
Ich wusste, bevor mir das gesagt wurde, überhaupt nicht, dass ein Schlüsselband out sein könnte. Ich habe es mir gekauft, weil es mir gefällt und nicht aus einer tiefen inneren Überzeugung.
Dass ich allerdings trage, was ich will, mache ich 1) aus Überzeugung und 2) um den Geldbeutel meiner Eltern zu schonen
Von dem her kann man mir ja vorwerfen, was man will. Man selber kann sich ja dem Mainstream unterwerfen und sinnlos sein Geld für neue Klamotten ausgeben. Ich für meinen Teil werde einfach das tragen, was im Schrank ist.
11. Februar 2006 um 07:20
Also erlich gesagt ist das doch sowas von shice egal?
Was hier IN ist, ist woanders wieder out und andersherum. Außerdem wenns ihm gefällt, soll ers doch tragen, egal obs protestreaktion ist oder einfache überzeugung. Solange es niemanden irgendwie beleidigt. Im gegensatz zur breiten masse stellt er sich dann als individuum dar und bleibt den meisten länger in erinnerung als jemand der IN sein will.
@tobi: Daumen hoch